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Gepostet by on 2011-04-20 in Nachrichten | 1 Kommentar

iPhone Tracker: Die totale Ãœberwachung?

iPhone Tracker: Die totale Ãœberwachung?

Aktuell geht ein panischer Aufschrei durch die Medien:

Apples iPhone erfasst Bewegungsprofile der Nutzer! Eine kürzlich veröffentlichte Mac-Software wertet diese Daten aus und bereitet sie grafisch auf. Schnell werden Begriffe wie “Stasiphone”, “Spionage” und “Geheime Protokolle” verwendet und man bemüht sich um den Aufbau eines Skandals.

 

Zu den Fakten…

Bereits seit 2008 erfasst Apple mit dem iPhone Positions- und Umgebungsdaten. Dabei werden Informationen über Mobilfunkmasten und drahtlosen Netzwerken erfasst. Die exakte GPS-Position des Gerätes ist nicht enthalten! Diese Daten werden regelmäßig zu Apple übertragen, gesammelt und verarbeitet und dazu genutzt, eine eigene Datenbank mit diesen Informationen aufzubauen. Mithilfe dieser Daten werden die Ortungsdienst von iDevices immer weiter verbessert.

Nachdem 2010 diese Praxis bekannt wurde – und auch damals schon ein gewaltiger Datenschutzskandal gewittert wurde – passte Apple im Juni 2010 ihre Datenschutzrichtlinien an, die von nun an diese Praxis dokumentieren.

Vor dem Aufbau des eigenen Datenbestands nutzte Apple Dienste von Google und Skyhook Wireless, um den Anwendern die entsprechenden Funktionen zur Verfügung zu stellen.

 

Auf dem Gerät werden die Daten in einer Datei gesammelt, die beim Backup während der Synchronisierung mit iTunes auch auf den Mac bzw. PC übertragen wird.

Der Entwickler Pete Warden und der Wissenschaftler Alasdair Allan haben nun eine Mac-Software veröffentlicht, die die Auswertung und grafische Darstellung dieser Daten ermöglicht.

 

Das Erscheinen dieser Software veranlasste diverse Berichterstatter vom gläsernen iPhone-Nutzer zu sprechen.

 

Die Bewertung…

Dass Ortungsdaten erfasst und verarbeitet werden ist lange bekannt.

Die Daten werden nicht gesammelt, um damit iPhone-Besitzer zu überwachen (auch wenn sich die Daten zweifelsohne dazu nutzen lassen könnten), sondern um die Ortungsdienste der Geräte überhaupt erst zu ermöglichen und zu verbessern, die ja die meisten Nutzer ja durchaus gerne (kostenlos) nutzen wollen.

Wir “bezahlen” also die Nutzung dieser Dienste, indem wir unseren Teil zur Bereitstellung dieser Dienste beitragen, gezwungen werden wir dazu nicht (siehe “Abhilfe” im folgenden Text). Verschmerzbar, da die exakte Position des Gerätes ohnehin nicht erfasst wird.

Dass diese Daten in irgendeiner Art und Weise temporär auf dem Gerät vorgehalten werden müssen, ergibt sich aus der Logik der Nutzung. Wieso Apple nicht vorgesehen hat, dass Alt-Daten gelöscht werden ist natürlich etwas fragwürdig.

Dass bei einem vollständigen Backup des Geräts auch alle Dateien enthalten sind erscheint auch logisch.

In der Regel kann man wohl davon ausgehen, dass ein iPhone-Backup durchaus noch sensiblere Daten enthält, als ein Bewegungsprofil. Jeder auf Sicherheit und auf den Schutz seiner Daten bedachte Anwender, sollte also grundsätzlich sicherstellen, dass auch Backups des Geräts vor unbefugten Zugriffen geschützt sind: Möglich durch das Setzen eines Häkchens in iTunes.

 

Fazit ist also: Viel Lärm um nichts. Viel Sensationsgier.

 

Und Abhilfe…

Wer nicht möchte, dass die Ortungsdaten vom Gerät erfasst und an Apple übertragen werden, kann in den Einstellungen des Geräts die Ortungsdienste deaktivieren.

[Update: Durch einen Bug (laut Apple) erzielt man mit dieser Funktion mit iOS 4.3.2 derzeit nicht die erwünschte Wirkung.]

 

Konsequenterweise sind die Ortungsdienste dann natürlich auch in Apps, die diese benötigen nicht mehr verfügbar.

Wer nicht möchte, dass die gespeicherten Daten auf dem PC bzw. Mac ggf. für Dritte frei zugänglich sind, kann und sollte in iTunes die Verschlüsselung des iDevice-Backups aktivieren und sollte natürlich auch seinen PC/Mac vor Zugriffen Dritter schützen.

1 Kommentar

  1. Kann ich erkennen wenn mein Handy ausspioniert wird ? Wie kann ich mich schützen ?
    MfG karin

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